Neues Glück zulassen: Du darfst wieder glücklich sein

output1

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podcast-Player (Captivate). Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Neues Glück nach Verlust finden: Trauer und Freude verbinden

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät vieles aus den Fugen. Manches, was vorher selbstverständlich war, fühlt sich plötzlich fremd an. Vielleicht kennst du diese Leere, die sich in den Alltag schleicht, in stille Momente, in Nächte, in denen der Schlaf nicht kommen will. In einer solchen Zeit kann der Gedanke, irgendwann wieder glücklich zu sein, fast wie ein Verrat wirken – als würdest du den Menschen, den du verloren hast, zurücklassen.

Und doch gehört es zum Weg der Trauer, dass sich langsam wieder kleine Lichtpunkte zeigen: ein kurzer Moment des Lachens, ein Gespräch, das gut tut, ein Augenblick, in dem dein Herz etwas leichter wird. Diese Augenblicke sind kein Beweis dafür, dass du „fertig“ getrauert hast. Sie sind eher wie zarte Brücken: Sie verbinden deinen Schmerz mit der Möglichkeit, wieder Lebensfreude zu spüren.

In diesem Text geht es darum, wie du behutsam ein neues Glück nach Verlust finden kannst – ohne deine Trauer zu verleugnen. Darum, wie du Schmerz und Hoffnung nebeneinander bestehen lässt, wie du dir selbst mit Mitgefühl begegnest und dir erlaubst, Schritt für Schritt wieder einen eigenen Weg zu gehen. Nicht, weil du musst. Sondern weil dein Leben weitergeht – und weil du es dir wert bist, darin auch wieder Wärme, Nähe und Sinn zu entdecken.


Kurzer Exkurs

In vielen Themen rund um Abschied, Erinnerung und Verbundenheit taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Wie kann man jemanden sichtbar im eigenen Alltag behalten, wenn er nicht mehr da ist?

Trauerbegleiter sprechen hier oft von einem „äußeren Anker“ – einem konkreten Ort oder Gegenstand, der Erinnerung greifbar macht. Das kann ein Foto sein, ein bestimmter Platz oder auch eine individuell gestaltete Gedenktafel, die Name, Datum und Bild verbindet.

Solche Anker ersetzen nichts. Aber sie geben dem, was war, einen ruhigen Platz – und vielen Menschen genau dadurch Halt.

Personalisierte Gedenktafel für Menschen in Schiefer-Optik

→ meine-gedenktafel.de
10 % Rabatt auf deine persönliche Gedenktafel
Mit diesem Code sparst du 10 % auf deine persönliche Gedenktafel. Einfach kopieren und beim Bezahlvorgang einlösen.
Code
Den Rabattcode gibst du beim Bezahlvorgang im Feld „Rabatt-Code“ ein.

Trauer ist kein gerader Weg – sie kommt in Wellen

Vielleicht hast du schon gemerkt, dass Trauer nicht in klaren Phasen verläuft, die man einfach nacheinander „abarbeitet“. Sie ist eher wie ein Meer, das sich ständig verändert. Manchmal sind die Wellen hoch und überwältigend, manchmal ist das Wasser ruhiger, fast still. Und manchmal kommt eine Welle, obwohl du dachtest, du hättest dich gerade erst wieder gefangen.

Diese Bewegungen können verwirrend sein. Ein Tag, an dem du lachst, kann sich am Abend plötzlich wieder schwer anfühlen. Ein Moment von Leichtigkeit kann von Schuldgefühlen begleitet sein: „Darf ich das überhaupt? Darf ich wieder Freude empfinden, wenn dieser Mensch nicht mehr hier ist?“

In dieser inneren Spannung liegt ein wichtiger Kern der Trauer: Du lernst, mit zwei Wahrheiten gleichzeitig zu leben. Die eine: Du hast einen Menschen verloren, und das tut weh. Die andere: Du bist noch da, und dein Leben geht weiter. Beide Wahrheiten dürfen nebeneinander stehen, ohne dass die eine die andere auslöscht.

Die Wellen der Trauer anerkennen

Es kann helfen, deine Trauer als etwas zu sehen, das sich bewegen darf. Sie ist kein starrer Zustand, sondern ein lebendiger Prozess. Manchmal zeigt sie sich als:

  • tiefe Traurigkeit oder Verzweiflung,
  • Wut, Hilflosigkeit oder innere Leere,
  • körperliche Erschöpfung, Schlaflosigkeit oder Unruhe,
  • Sehnsucht, Erinnerungen, Träume,
  • oder auch als kurze Momente von Frieden, Dankbarkeit oder Freude.

Nichts davon ist „falsch“. Jede dieser Regungen erzählt etwas davon, wie wichtig der Mensch für dich war – und wie sehr dein Inneres versucht, sich an eine neue Realität anzupassen. Wenn du dir erlaubst, diese Wellen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten, entsteht Raum: Raum zum Atmen, Raum zum Fühlen, Raum, in dem du nicht funktionieren musst.

Bewusst trauern: Den Schmerz nicht wegdrücken

Neues Glück nach einem Verlust zu finden, beginnt paradoxerweise oft damit, dass du dir erlaubst, unglücklich zu sein. Schmerz, der keinen Platz bekommt, sucht sich andere Wege: Er kann sich in dauernder Anspannung, in innerer Kälte oder in dem Gefühl zeigen, vom eigenen Leben abgeschnitten zu sein. Bewusste Trauer bedeutet nicht, dich im Leid zu verlieren. Sie bedeutet, dem, was ohnehin da ist, einen sicheren Rahmen zu geben.

Gedenktafel gestalten

Gefühle zulassen – in deinem Tempo

Du musst nicht alles auf einmal fühlen. Du musst auch nicht ständig in der Tiefe des Schmerzes sein. Manchmal ist es schon ein Anfang, dir kleine Inseln zu schaffen, auf denen du deinem Inneren zuhören kannst:

  • ein Spaziergang, bei dem du bewusst an den Verstorbenen denkst,
  • ein ruhiger Abend mit Musik, die dich berührt,
  • ein Tagebucheintrag, in dem du aufschreibst, was dich gerade bewegt,
  • ein Gespräch mit einem Menschen, dem du vertraust.

Es geht nicht darum, dich zu zwingen, zu weinen oder stark zu sein. Es geht darum, dir selbst zu signalisieren: „Was ich fühle, darf da sein.“ Diese innere Erlaubnis kann ein leiser, aber wichtiger Schritt auf Wegen aus der Trauer ins Glück sein.

Unterstützung annehmen: Du musst das nicht allein schaffen

Für viele Menschen ist es entlastend, sich Unterstützung zu holen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen:

  • Professionelle Begleitung: Therapeutische oder seelsorgerische Gespräche können helfen, den Verlust einzuordnen, Muster zu erkennen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie bieten einen geschützten Raum, in dem alles ausgesprochen werden darf.
  • Trauergruppen: In einer Gruppe zu erleben, dass andere Ähnliches fühlen, kann sehr tröstlich sein. Du bist nicht „komisch“, weil du noch trauerst oder weil du vielleicht schon wieder lachen kannst.
  • Freundschaften und Familie: Manchmal braucht es nur einen Menschen, der zuhört, ohne zu urteilen oder schnelle Ratschläge zu geben.

Unterstützung anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Ausdruck von Selbstfürsorge – ein stilles „Ja“ zu dir selbst und zu deinem Bedürfnis, mit dieser Erfahrung nicht allein zu bleiben.

Loslassen bedeutet nicht vergessen

Ein besonders schmerzhafter Teil der Trauer kann der Moment sein, in dem du spürst, dass sich innerlich etwas verändert. Vielleicht denkst du nicht mehr in jeder Minute an den verstorbenen Menschen. Vielleicht kannst du wieder Pläne machen, ohne ihn oder sie automatisch mitzudenken. Manchmal löst das Angst aus: „Verliere ich diesen Menschen ein zweites Mal, wenn ich loslasse?“

Loslassen heißt nicht, dass die Verbindung abbricht. Es bedeutet vielmehr, dass sich die Form dieser Verbindung wandelt. Der Mensch ist nicht mehr körperlich an deiner Seite, aber er bleibt Teil deiner Geschichte, deiner Erinnerungen, deiner inneren Welt. Du trägst ihn in dir – in deiner Art zu fühlen, zu lieben, zu denken.

Innere Verbundenheit bewahren

Viele Menschen erleben es als hilfreich, dem Verstorbenen einen bewussten Platz im eigenen Leben zu geben. Das kann ganz schlicht und persönlich sein:

  • ein Foto an einem besonderen Ort,
  • ein kleines Ritual an bestimmten Tagen,
  • ein Brief, den du schreibst, wenn dir Worte fehlen,
  • eine Kerze, die du anzündest, wenn die Sehnsucht groß ist.

Solche Gesten können dir helfen, die Beziehung zu würdigen, ohne in der Vergangenheit gefangen zu bleiben. Du sagst damit innerlich: „Du gehörst zu meinem Leben. Und ich gehe weiter – mit dir in meinem Herzen.“


Personalisierte Gedenktafel für Menschen in Schiefer-Optik

→ meine-gedenktafel.de
10 % Rabatt auf deine persönliche Gedenktafel
Mit diesem Code sparst du 10 % auf deine persönliche Gedenktafel. Einfach kopieren und beim Bezahlvorgang einlösen.
Code
Den Rabattcode gibst du beim Bezahlvorgang im Feld „Rabatt-Code“ ein.

Erste Schritte in ein Leben mit neuer Lebensfreude

Wieder glücklich sein nach Trauer ist kein Ziel, das du dir einfach vornimmst – es ist eher ein langsames Hinspüren: Was tut mir gut? Was nährt mich? Wo spüre ich einen Hauch von Lebendigkeit, auch wenn der Schmerz noch da ist? Oft beginnt dieser Weg mit sehr kleinen, unscheinbaren Momenten.

Kleine Inseln der Selbstfürsorge

Dein Körper trägt viel von dem, was du gerade durchmachst. Müdigkeit, Anspannung, Schlafprobleme, Appetitlosigkeit oder körperliche Beschwerden können Begleiter der Trauer sein. Achtsame Selbstfürsorge bedeutet, deinen Körper nicht zu übergehen, sondern ihn so gut es geht zu unterstützen:

  • Bewegung: Ein kurzer Spaziergang, sanftes Dehnen oder leichte Sportarten können helfen, Spannungen zu lösen und den Kopf etwas klarer werden zu lassen.
  • Schlaf und Ruhe: Auch wenn der Schlaf unruhig ist, können feste Rituale vor dem Zubettgehen und kleine Pausen am Tag deinen Körper entlasten.
  • Ernährung: Regelmäßige, einfache Mahlzeiten sind ein Zeichen von Fürsorge für dich selbst – auch wenn der Appetit fehlt.
  • Sanfte Aktivitäten: Lesen, Musik hören, ein warmes Bad, ein kreatives Hobby – alles, was dich nicht überfordert, aber ein wenig Wärme in deinen Alltag bringt.

Diese Schritte sind keine „Rezepte gegen Trauer“. Sie sind eher wie eine Hand, die du dir selbst reichst, um inmitten des Schmerzes ein wenig Halt zu finden.

Soziale Gemeinschaft als leise Kraft

Trauer kann einsam machen. Manchmal ziehst du dich zurück, weil dir die Worte fehlen, weil du niemanden belasten möchtest oder weil du das Gefühl hast, nicht verstanden zu werden. Und doch kann gerade dann soziale Nähe eine stille, aber wichtige Stütze sein.

Es muss nicht gleich ein großes Treffen sein. Vielleicht ist es:

  • eine Person, mit der du regelmäßig telefonierst,
  • eine kleine Runde, in der du willkommen bist, auch wenn du still bist,
  • eine Trauergruppe, in der du dich zeigen darfst, wie du gerade bist.

Gemeinschaft kann dir helfen, dich wieder als Teil des Lebens zu spüren. Nicht, weil andere deinen Schmerz wegnehmen, sondern weil sie an deiner Seite bleiben, während du ihn trägst.

Glück und Trauer verbinden: Kein Entweder-oder

Vielleicht kennst du diese inneren Sätze: „Wenn ich wieder lache, verrate ich meine Trauer.“ oder „Wenn ich mich neu binde, bedeutet das, dass der Verstorbene mir nicht mehr wichtig ist.“ Solche Gedanken sind verständlich – sie entspringen der Liebe und der Angst, etwas Kostbares zu verlieren. Und doch dürfen sie hinterfragt werden.

Glück und Trauer schließen sich nicht aus. Sie können gleichzeitig da sein. Du kannst einen Menschen schmerzlich vermissen und trotzdem einen schönen Abend erleben. Du kannst weinen und später am selben Tag über etwas lachen. Du kannst weiterhin lieben, was war, und dich vorsichtig für das öffnen, was noch kommen könnte.

Neue Bindungen zulassen – in deinem eigenen Rhythmus

Emotionalen Neuanfang zulassen heißt nicht, die Vergangenheit zu löschen. Es bedeutet, dass du dir erlaubst, wieder in Beziehung zu gehen – zu Menschen, zu Orten, zu Tätigkeiten, die dir guttun. Das kann vieles sein:

  • eine neue Freundschaft, die langsam wächst,
  • ein Ehrenamt, in dem du Sinn erlebst,
  • eine Partnerschaft, die sich vorsichtig entwickelt,
  • oder einfach eine Gruppe, in der du dich angenommen fühlst.

Du bestimmst das Tempo. Niemand außer dir kann wissen, wann du bereit bist, dich wieder zu öffnen. Und auch wenn du dich öffnest, darf die Trauer bleiben. Sie ist Teil deiner Geschichte, aber sie muss nicht mehr dein ganzes Leben bestimmen.

Schuldgefühle sanft anschauen

Viele Menschen erleben Schuldgefühle, wenn erste Momente von Freude auftauchen. Vielleicht fragst du dich: „Darf ich das? Würde er oder sie das verstehen?“ In solchen Momenten kann ein innerer Perspektivwechsel helfen:

Wenn du an den Menschen denkst, den du verloren hast – was würdest du ihm wünschen, wenn sich eure Rollen vertauscht hätten? Würdest du wollen, dass er oder sie für immer im Schmerz gefangen bleibt? Oder würdest du hoffen, dass nach der Trauer auch wieder Licht ins Leben kommt?

Diese Frage kann ein leiser Anstoß sein, dir selbst zu erlauben, Hoffnung nach Verlust zu erleben – nicht als Verrat, sondern als Ausdruck der Liebe zum Leben, das ihr geteilt habt.

Rückschläge gehören dazu – und sie bedeuten keinen Stillstand

Vielleicht kennst du das: Du hast das Gefühl, es geht etwas besser, du kannst wieder mehr am Alltag teilnehmen, vielleicht sogar lachen. Und dann reicht ein Geruch, ein Lied, ein Datum – und du wirst von einer neuen Welle der Trauer überrollt. Es kann sich anfühlen, als wärst du wieder ganz am Anfang.

Doch auch wenn es sich so anfühlt: Du bist nicht wieder bei Null. Jeder Schritt, den du bisher gegangen bist, bleibt Teil deines Weges. Rückschläge sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern Ausdruck davon, wie tief die Bindung war und wie komplex Trauer ist.

Mit Rückschritten behutsam umgehen

In solchen Phasen kann es helfen, dich innerlich an ein paar Dinge zu erinnern:

  • Es ist in Ordnung, wieder traurig zu sein – auch nach Monaten oder Jahren.
  • Du darfst dir erneut Unterstützung holen, wenn du sie brauchst.
  • Du musst nicht funktionieren, nur weil andere glauben, „es müsste doch langsam gut sein“.
  • Jede Welle, die du überstehst, zeigt auch deine innere Kraft.

Manchmal ist es gerade dieser Wechsel aus Schmerz und neuen Momenten der Freude, der dich langsam in ein Leben führt, in dem beides Platz hat: Trauerbewältigung und Lebensfreude.

Trauer als tiefe Erfahrung – und als neue Wertschätzung des Lebens

So schmerzhaft es ist: Trauer kann den Blick auf das Leben verändern. Dinge, die früher selbstverständlich waren, erscheinen plötzlich kostbar. Ein gemeinsames Essen, ein Sonnenaufgang, ein ehrliches Gespräch – all das kann eine neue Tiefe bekommen, weil du erfahren hast, wie zerbrechlich alles ist.

Diese neue Wertschätzung ist kein Ersatz für den Menschen, den du verloren hast. Aber sie kann ein Teil deines persönlichen Weges sein: Du lernst, bewusster zu leben, Grenzen ernster zu nehmen, Beziehungen mehr zu pflegen, die dir wichtig sind. Manchmal entsteht aus der Trauer ein stiller Entschluss: „Ich möchte das Leben, das mir bleibt, so gut ich kann mit Sinn füllen.“

Realistische Erwartungen an dich selbst

Auf diesem Weg ist es wichtig, dich nicht an einem Idealbild zu messen. Es gibt keinen perfekten Umgang mit Trauer, keinen festen Zeitpunkt, an dem du „fertig“ sein musst. Du darfst:

  • an manchen Tagen stark und klar sein – und an anderen völlig erschöpft,
  • manchmal mutig neue Schritte gehen – und dann wieder einen Rückzug brauchen,
  • gleichzeitig lieben, was war, und neugierig sein auf das, was kommen könnte.

Akzeptanz und neues Glück entstehen oft nicht in einem großen Moment, sondern in vielen kleinen Entscheidungen: heute aufzustehen, heute jemanden anzurufen, heute eine Pause zu machen, heute einen Schritt zu wagen. Jeder dieser Schritte ist ein Teil deines Weges in ein persönliches Glück nach Trauer.

Fazit

Du darfst wieder glücklich sein – auch wenn ein Teil in dir vielleicht noch zögert, auch wenn der Schmerz noch da ist. Neues Glück nach Verlust finden heißt nicht, dass du aufhörst zu lieben oder zu erinnern. Es bedeutet, dass du dir erlaubst, mit deiner Trauer weiterzuleben, statt gegen sie anzukämpfen. Dass du anerkennst, wie sehr dich dieser Verlust geprägt hat – und dir trotzdem zugestehst, wieder Freude, Nähe und Sinn zu erleben.

Auf diesem Weg dürfen die Schritte klein sein. Du musst ihn nicht allein gehen. Unterstützung, Selbstfürsorge, Gemeinschaft und ein liebevoller Blick auf dich selbst können dir helfen, behutsam einen sanften Neustart ins Glück zu wagen. Die Lücke, die der verstorbene Mensch hinterlassen hat, wird bleiben. Aber um diese Lücke herum kann ein neues Leben wachsen – eines, in dem Trauer und Lebensfreude nebeneinander existieren dürfen, und in dem du dir erlaubst, deinen eigenen, ganz individuellen Weg weiterzugehen.

Häufige Fragen

Wie kann ich nach dem Verlust wieder glücklich leben, ohne meine Trauer zu verdrängen?

Ein neues Glück nach Verlust beginnt oft damit, dass du dir erlaubst, unglücklich zu sein. Trauer zulassen und trotzdem Lebensfreude finden bedeutet, beides nebeneinander bestehen zu lassen: Schmerz und kleine Lichtblicke.

Hilfreich kann sein:

  • dir bewusst Zeiten zu nehmen, in denen du deine Trauer fühlst (z.B. beim Spaziergang, Schreiben, Musik hören),
  • kleine Momente von Leichtigkeit nicht zu bewerten („Ich darf kurz lachen, auch wenn ich traurig bin“),
  • dir selbst innerlich zu sagen: „Beides darf da sein – Trauer und erste Spuren von Freude.“

So entsteht Schritt für Schritt ein Weg aus der Trauer zu einem erfüllten Leben, ohne dass du deine Gefühle wegdrücken musst.

Wie kann ich einen Neuanfang nach dem Tod des Partners gestalten, ohne ihn zu vergessen?

Ein Neuanfang nach dem Tod des Partners bedeutet nicht, den Menschen loszulassen, als hätte es ihn nie gegeben. Neues Glück zulassen ohne den Verstorbenen zu vergessen heißt, die Verbindung in veränderter Form zu bewahren.

Mögliche Schritte:

  • bewusste Erinnerungsorte schaffen (Foto, Kerze, ein kleiner Platz in der Wohnung),
  • Rituale pflegen, die dir guttun (z.B. an besonderen Tagen einen Brief schreiben),
  • in Gesprächen von ihm oder ihr erzählen und so die gemeinsame Geschichte lebendig halten.

Gleichzeitig darfst du neue Lebensperspektiven entdecken – etwa neue Kontakte, Interessen oder Routinen. Du gehst weiter, aber du nimmst den Verstorbenen innerlich mit.

Wie kann ich trotz Trauer wieder Liebe zulassen oder eine neue Beziehung eingehen?

Wie kann ich trotz Trauer wieder Liebe zulassen – diese Frage taucht oft auf, wenn erste Gefühle für einen neuen Menschen entstehen. Es ist erlaubt, dass dein Herz sich langsam wieder öffnet, auch wenn die Trauer noch da ist.

Wichtig ist:

  • Du bestimmst das Tempo – ein langsamer Neuanfang ist völlig in Ordnung.
  • Du darfst offen mit deiner Trauer umgehen; sie gehört zu dir und muss nicht verschwinden, damit neue Nähe möglich wird.
  • Du musst nichts „ersetzen“: Eine neue Beziehung nimmt dem Verstorbenen nicht seinen Platz in deinem Leben.

Wenn du spürst, dass eine neue Bindung dir guttut und du dich darin respektiert fühlst, kann das ein Teil deines Weges von Schmerz zu neuer Zuversicht sein.

Wie gehe ich mit Schuldgefühlen um, wenn ich wieder Momente von Glück erlebe?

Umgang mit Schuldgefühlen beim Neuanfang nach Trauer ist für viele ein sensibles Thema. Wenn du wieder lachst oder Pläne machst, kann sich das anfühlen, als würdest du den Verstorbenen verraten.

Hilfreich kann ein innerer Perspektivwechsel sein:

  • Frag dich: Was hättest du dir für den anderen gewünscht, wenn sich eure Rollen vertauscht hätten?
  • Erinnere dich daran, dass deine Liebe nicht kleiner wird, nur weil du wieder kleine Glücksmomente zulässt.
  • Erlaube dir den Gedanken: „Ich ehre unser gemeinsames Leben auch dadurch, dass ich mein eigenes Leben weiterführe.“

So kannst du mit Trauer Frieden schließen und wieder Lebensfreude finden, ohne deine Verbundenheit zu leugnen.

Was hilft mir, die Einsamkeit nach einem Verlust zu überwinden und wieder Vertrauen ins Leben zu fassen?

Einsamkeit nach Verlust überwinden und glücklich sein ist ein Prozess, der Zeit und behutsame Schritte braucht. Unterstützung finden für das Leben nach einem schweren Verlust kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

Mögliche Wege:

  • Kontakt zu vertrauten Menschen halten, auch wenn du zunächst nur zuhören oder schweigen möchtest,
  • eine Trauergruppe oder ein Gesprächsangebot nutzen, um dich mit anderen Betroffenen auszutauschen,
  • kleine, überschaubare Aktivitäten im Alltag einbauen (Spaziergang, Kurs, Ehrenamt), um dich wieder als Teil der Gemeinschaft zu erleben.

So kannst du langsam wieder Vertrauen ins Leben fassen und spüren: Ich bin nicht allein, und es darf neben der Trauer auch wieder Verbundenheit entstehen.

Wie kann ich Selbstfürsorge in der Trauer leben und gleichzeitig neue Lebensperspektiven entdecken?

Selbstfürsorge nach dem Tod eines geliebten Menschen ist eine Grundlage dafür, Trauerphase akzeptieren und neue Lebensperspektiven entdecken zu können. Dein Körper und deine Seele brauchen Entlastung und Zuwendung.

Hilfreiche Schritte können sein:

  • regelmäßige, einfache Mahlzeiten und ausreichend Ruhezeiten,
  • sanfte Bewegung und kleine Rituale, die dir gut tun (Musik, Lesen, ein warmes Bad),
  • dir selbst erlauben, Pausen zu machen und nicht „funktionieren“ zu müssen.

Aus dieser Basis heraus kannst du vorsichtig schauen: Was gibt mir einen Hauch von Sinn oder Interesse? So lernst du, trotz Trauer deinen eigenen Weg zu finden und nach und nach neue Perspektiven zu entwickeln.

Brauchst du gerade Unterstützung?

Wenn du über Suizid nachdenkst oder dich in einer akuten Krise befindest, kannst du dich anonym und kostenlos an die TelefonSeelsorge wenden. Du erreichst sie rund um die Uhr unter der Nummer 0800 – 111 0 111 oder online unter www.telefonseelsorge.de. Zögere nicht, dir Hilfe zu holen – du bist nicht allein.

Ähnliche Beiträge

Kommentar hinterlassen

Werbung

Über den Autoren

Matthias

Inhaber

meine-gedenktafel.de

Impulse, Gedanken und Inspiration für einen achtsamen Umgang mit der Trauer

unterschrift

Follow Me

SUBSCRIBE TO RACHEL MOOR BLOG

Instagram

Podcast

Unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende 💛

Mit deiner Spende hilfst du uns, den Blog und Podcast über Trauer, Trost und Erinnerung weiterzuführen – damit trauernde Menschen auch künftig liebevolle Inhalte finden können.

Kommentar hinterlassen

Anzeige