Erstes Weihnachten ohne dich: Wie du die Festtage überstehst

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Erstes Weihnachten ohne dich – Festtage in Trauer überstehen

Das erste Weihnachten ohne dich fühlt sich oft an, als würde die Zeit gleichzeitig stehen bleiben und viel zu schnell weiterlaufen. Draußen leuchten Lichterketten, in den Geschäften laufen Weihnachtslieder, Menschen planen Feiern – und in dir ist vielleicht eine Stille, die weh tut. Dieses erste Weihnachten nach dem Verlust eines geliebten Menschen kann den Schmerz besonders deutlich machen. Gerade weil überall von Freude, Nähe und Geborgenheit die Rede ist, spürst du vielleicht umso stärker, was fehlt.

Vielleicht fragst du dich, wie du diese Tage überstehen sollst. Ob du feiern darfst. Ob du lachen darfst. Ob du es aushältst, wenn andere so tun, als wäre alles wie immer. Oder ob du am liebsten alles absagen und dich verkriechen möchtest. Es gibt darauf keine richtigen oder falschen Antworten. Trauer zu Weihnachten folgt keinem Plan, keinem festen Ablauf. Sie zeigt sich bei jedem Menschen anders – und sie darf da sein, so wie sie eben gerade ist.

In diesem Text findest du keine fertigen Lösungen. Aber vielleicht Gedanken, die dir helfen, deine eigenen Entscheidungen zu treffen. Anregungen, wie du die Feiertage bewusst gestalten kannst, statt ihnen ausgeliefert zu sein. Und Bilder, die dir zeigen: Du bist nicht allein mit deinem Versuch, dieses erste Weihnachten in Trauer zu überstehen.


Kurzer Exkurs

In vielen Themen rund um Abschied, Erinnerung und Verbundenheit taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Wie kann man jemanden sichtbar im eigenen Alltag behalten, wenn er nicht mehr da ist?

Trauerbegleiter sprechen hier oft von einem „äußeren Anker“ – einem konkreten Ort oder Gegenstand, der Erinnerung greifbar macht. Das kann ein Foto sein, ein bestimmter Platz oder auch eine individuell gestaltete Gedenktafel, die Name, Datum und Bild verbindet.

Solche Anker ersetzen nichts. Aber sie geben dem, was war, einen ruhigen Platz – und vielen Menschen genau dadurch Halt.

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Wenn das Fest der Freude weh tut

Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Rituale: bestimmte Lieder, ein vertrauter Duft, der immer gleiche Ablauf am Heiligen Abend. Wenn ein geliebter Mensch fehlt, bekommen all diese Gewohnheiten plötzlich Risse. Vielleicht sitzt ein leerer Stuhl am Tisch. Vielleicht bleibt ein Platz unter dem Christbaum frei. Oder es fehlt jemand, der sonst immer das Essen gekocht, den Baum geschmückt oder die Geschenke verpackt hat.

Der Kontrast zwischen der äußeren Festlichkeit und deinem inneren Schmerz kann scharf sein. Du kannst gleichzeitig müde, wütend, traurig, dankbar, erleichtert oder auch kurzzeitig fröhlich sein – manchmal alles innerhalb weniger Minuten. Erstes Weihnachten Trauer bedeutet oft, dass Gefühle sich abwechseln wie Wellen: mal hoch und überwältigend, mal flacher, aber immer spürbar.

Vielleicht erlebst du:

  • Sehnsucht nach der Person, die fehlt – und das Gefühl, sie überall zu suchen.
  • Schmerz darüber, dass andere scheinbar unbeschwert feiern können.
  • Schuldgefühle, wenn du doch einmal lachst oder einen Moment genießt.
  • Überforderung durch Einladungen, Erwartungen und gut gemeinte Ratschläge.
  • Angst vor dem Heiligen Abend selbst, vor dem Moment, an dem es „ernst“ wird.

All das darf sein. Weihnachten ohne einen geliebten Menschen ist kein normaler Feiertag. Es ist ein Übergang, ein erstes Mal, das du nicht geübt hast. Du musst nichts „richtig“ machen. Du darfst ausprobieren, was dir in diesem Jahr ein kleines bisschen Halt gibt.

Trauer hat keinen Plan – und doch hilft Planung

Trauer kennt keinen festen Verlauf. Es gibt keine Stufen, die du brav nacheinander durchläufst. Manchmal fühlst du dich stabil, kurz darauf wirft dich eine Erinnerung aus der Bahn. Gerade deshalb kann es helfen, die Feiertage bewusst zu planen – nicht, um deine Gefühle zu kontrollieren, sondern um dir selbst ein wenig Sicherheit zu geben.

Bewusst hinschauen: Was könnte schwierig werden?

Bevor die Feiertage da sind, kannst du dir in einem ruhigen Moment überlegen:

  • Welche Situationen könnten besonders schmerzhaft sein? (z. B. Bescherung, Kirchgang, gemeinsames Essen)
  • Welche Traditionen hängen stark an der verstorbenen Person?
  • Wo möchtest du auf keinen Fall allein sein – und wo vielleicht doch?
  • Mit wem kannst du offen über deine Angst vor Weihnachten sprechen?

Es kann entlastend sein, diese Gedanken aufzuschreiben. Nicht, um alles perfekt zu organisieren, sondern um Stolpersteine zu erkennen. So kannst du überlegen, ob du bestimmte Momente bewusst anders gestalten möchtest. Trauerbewältigung an den Festtagen heißt oft auch: anerkennen, dass es schwierig wird – und dir trotzdem kleine Inseln des Schutzes schaffen.

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Ein Plan B für den Notfall

Manchmal fühlt sich ein Plan erst gut an – und im Moment selbst merkst du, dass es doch zu viel ist. Dann kann ein „Plan B“ hilfreich sein:

  • Vereinbare mit einer vertrauten Person ein Zeichen, wenn du eine Pause brauchst.
  • Halte dir die Möglichkeit offen, früher zu gehen oder später dazuzukommen.
  • Richte dir einen Rückzugsort ein: ein Zimmer, ein Spaziergang, ein kurzer Moment auf dem Balkon.
  • Erlaube dir, Pläne kurzfristig zu ändern, wenn dein Inneres es verlangt.

Weihnachten in Trauer überstehen bedeutet nicht, alles tapfer durchzuhalten. Es bedeutet auch, auf dich zu achten und Grenzen zu setzen, selbst wenn andere das nicht sofort verstehen.

Mit Kindern über Weihnachten und Verlust sprechen

Wenn Kinder mitbetroffen sind, bekommt das erste Weihnachten ohne den geliebten Menschen eine weitere Ebene. Kinder trauern anders als Erwachsene: oft in Wellen, zwischen tiefem Schmerz und ganz normalem Spiel. Sie können lachen und wenige Minuten später weinen – und beides ist echt.

Offene Worte, einfache Sprache

Kinder spüren, wenn etwas nicht stimmt, auch wenn niemand darüber spricht. Schweigen kann sie verunsichern. Du musst nicht alles erklären, aber du darfst ehrlich sein. Du kannst zum Beispiel sagen:

  • „Dieses Weihnachten ist anders, weil … nicht mehr da ist.“
  • „Ich bin traurig, weil ich … vermisse. Es ist okay, wenn du auch traurig bist – oder wenn du spielen möchtest.“
  • „Wir können trotzdem Weihnachten feiern, aber wir machen es dieses Jahr auf unsere Art.“

So lernen Kinder: Trauer zu Weihnachten ist erlaubt. Man darf weinen, man darf Fragen stellen, man darf auch fröhlich sein. Nichts davon verrät den Menschen, der gestorben ist.

Gemeinsam entscheiden, was gut tut

Du kannst Kinder einbeziehen, wenn es um die Gestaltung der Feiertage geht:

  • Frage sie, welche Traditionen ihnen wichtig sind – und welche sie dieses Jahr vielleicht auslassen möchten.
  • Überlegt gemeinsam, wie ihr an die verstorbene Person denken möchtet.
  • Gebt Gefühlen Raum: Vielleicht malt ihr Bilder, schreibt einen Brief oder zündet zusammen eine Kerze an.

So werden Kinder nicht nur mitgenommen, sondern aktiv beteiligt. Das kann ihnen – und dir – ein Gefühl von Verbundenheit und Handlungsfähigkeit geben, selbst inmitten der Trauer.


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Alte Traditionen, neue Wege: Weihnachten anpassen

Viele Menschen fragen sich: „Darf ich Weihnachten überhaupt feiern, wenn ich trauere?“ Vielleicht fühlt es sich für dich falsch an, den Baum zu schmücken oder Geschenke zu verpacken. Vielleicht merkst du aber auch, dass dir bestimmte Rituale Halt geben. Beides ist in Ordnung.

Trauernde Weihnachten feiern heißt nicht, so zu tun, als wäre nichts passiert. Es heißt, das Fest so zu verändern, dass es zu deiner jetzigen Situation passt. Du darfst Traditionen fortführen, anpassen oder ganz neu erfinden.

Traditionen, die bleiben dürfen

Manches, was ihr früher getan habt, kann sich tröstlich anfühlen, auch wenn es weh tut. Vielleicht:

  • backst du das Lieblingsgebäck der verstorbenen Person,
  • hörst ihr gemeinsames Weihnachtslied,
  • stellst eine besondere Kugel an den Baum, die an sie erinnert,
  • kochst das vertraute Festessen.

Solche Gesten können das Gefühl geben: Die Person ist nicht einfach verschwunden. Sie hat Spuren hinterlassen, die weiterleben dürfen.

Neue Rituale für ein verändertes Fest

Gleichzeitig kann es entlasten, bewusst Neues zu wagen. Rituale in der Trauer zu Weihnachten können helfen, den Verlust zu würdigen und trotzdem im Heute anzukommen. Vielleicht spricht dich eines der folgenden Bilder an:

  • Eine Kerze für dich: Du kannst eine besondere Kerze anzünden oder gestalten – mit einem Namen, einem Symbol, einer Farbe, die dich an den Menschen erinnert. Diese Kerze kann an einem festen Platz stehen: auf dem Esstisch, auf der Fensterbank, vor einem Foto. Sie darf brennen, wenn du an ihn oder sie denkst, wenn du weinst oder wenn du in Stille bei dir sein möchtest.
  • Ein Zweig vom Christbaum am Grab: Vielleicht nimmst du einen kleinen Zweig vom Weihnachtsbaum mit zum Grab oder an einen anderen Ort des Gedenkens. Du kannst dort kurz verweilen, ein paar Worte denken oder leise sprechen. So verbindest du das Fest zuhause mit dem Ort, an dem du Abschied nimmst.
  • Erinnerungen teilen: Du könntest mit anderen zusammenkommen und bewusst Erinnerungen austauschen: kleine Anekdoten, lustige Momente, Eigenheiten, die ihr vermisst. Vielleicht legt ihr Fotos auf den Tisch, hört ein Lieblingslied oder lest einen Brief vor, den ihr geschrieben habt. Gedenken Verstorbener an Weihnachten kann so lebendig und warm werden, nicht nur schmerzhaft.
  • Ein Platz am Tisch: Manche decken einen zusätzlichen Teller für den Menschen, der fehlt, stellen eine Kerze oder ein Foto dazu. Andere legen einen Gegenstand hin, der ihn symbolisiert – ein Schal, ein Buch, eine Mütze. Es kann helfen, die Leerstelle sichtbar zu machen, statt so zu tun, als wäre alles wie früher.
  • Ein Spaziergang der Erinnerung: Vielleicht wird ein Spaziergang an einem bestimmten Ort zu eurem neuen Ritual: im Wald, am Fluss, durch die Straßen der Stadt. Unterwegs kannst du innerlich mit dem Menschen sprechen, den du vermisst. Oder einfach atmen und spüren, dass du noch da bist.

Weihnachten nach dem Verlust muss nicht perfekt sein. Es darf brüchig, improvisiert, anders sein als in den Jahren zuvor. Wichtig ist nur: dass du dich in dem, was du tust, wiederfindest – wenigstens ein kleines Stück.

Zwischen Tränen und Lächeln: Alle Gefühle sind erlaubt

Trauer kennt viele Gesichter. Besonders an den Feiertagen kann es sein, dass du dich innerlich hin- und hergerissen fühlst. Vielleicht weinst du beim Schmücken des Baumes – und lachst später über einen Witz, den jemand macht. Vielleicht fühlst du dich schuldig, wenn du einen Moment lang vergisst, dass du trauerst.

Es ist wichtig zu wissen: Kein Gefühl verrät den Menschen, den du verloren hast. Du ehrst ihn nicht dadurch, dass du nur leidest. Und du verrätst ihn nicht, wenn du zwischendurch Freude empfindest. Weihnachten ohne geliebten Menschen kann beides enthalten: Schmerz und Dankbarkeit, Dunkelheit und Licht, Stille und Lachen.

Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass Tränen, Lächeln und Schweigen unterschiedliche Sprachen derselben Liebe sind. Du darfst sie alle sprechen – in deinem Tempo, auf deine Weise.

Unterstützung annehmen: Du musst das nicht allein schaffen

Viele Menschen haben das Gefühl, sie müssten stark sein – für die Familie, für die Kinder, für andere. Gerade an Weihnachten steigt der Druck, „funktionieren“ zu müssen. Doch Trauerbewältigung an den Festtagen ist keine Aufgabe, die du allein lösen musst.

Familie und Freunde als Halt

Vielleicht gibt es Menschen in deinem Umfeld, die wissen, dass dieses erste Weihnachten ohne dich schwer wird – und die bereit sind, an deiner Seite zu bleiben. Es kann helfen:

  • ihnen vorher zu sagen, was du brauchst (z. B. Ruhe, offene Gespräche, Ablenkung),
  • ehrlich zu sein, wenn dir etwas zu viel wird,
  • gemeinsam zu überlegen, wie ihr den Menschen, der fehlt, einbeziehen könnt.

Manchmal reicht schon eine Person, die einfach da ist, ohne zu bewerten oder zu trösten, ohne alles „besser“ machen zu wollen. Ein stilles Zusammensitzen, ein gemeinsamer Spaziergang, ein Anruf am Abend – kleine Gesten können viel tragen.

Trauergruppen, Hotlines und kirchliche Angebote

Wenn du merkst, dass dir die Feiertage besonders schwerfallen, darfst du dir auch Unterstützung außerhalb deines direkten Umfelds suchen. Es gibt:

  • Trauergruppen, in denen du Menschen triffst, die Ähnliches erleben,
  • telefonische oder digitale Angebote, bei denen du anonym sprechen kannst,
  • kirchliche Angebote wie Wortgottesdienste, Andachten oder Rituale der Trauer an Weihnachten, zum Beispiel Kerzenrituale für Verstorbene.

In vielen Gemeinden werden an Weihnachten oder in der Adventszeit besondere Gedenkgottesdienste angeboten. Dort kannst du eine Kerze für deinen verstorbenen Menschen anzünden, seinen Namen nennen lassen oder einfach in der Gemeinschaft anderer Trauernder sitzen. Du musst nicht gläubig sein, um darin Trost zu finden – manchmal reicht das Gefühl, mit deiner Trauer nicht allein zu sein.

Dein Recht auf Selbstbestimmung an den Feiertagen

Ein wichtiger Gedanke für dieses erste Weihnachten ohne dich: Du darfst entscheiden, wie viel du dir zumutest. Du darfst Einladungen annehmen – und ablehnen. Du darfst feiern – und du darfst dich zurückziehen. Du darfst Traditionen pflegen – und du darfst sie unterbrechen.

Vielleicht hilft es dir, für dieses Jahr bewusst zu sagen: „So mache ich es jetzt. Nächstes Jahr kann es anders sein.“ Du musst keine endgültigen Entscheidungen treffen. Weihnachten nach dem Verlust darf sich verändern, mit dir und deiner Trauer.

Selbstbestimmung heißt auch:

  • Du darfst sagen, wenn du über den Verstorbenen sprechen möchtest – und wenn nicht.
  • Du darfst dir Auszeiten nehmen, auch mitten im Familienfest.
  • Du darfst Grenzen setzen, wenn andere deine Trauer kleinreden oder übergehen.
  • Du darfst dir erlauben, dieses Weihnachten „nur“ zu überstehen, ohne besondere Erwartungen.

Manchmal ist es schon viel, wenn du am Ende der Feiertage sagen kannst: „Ich habe es geschafft, irgendwie.“ Auch das ist eine Form von Stärke.

Fazit

Das erste Weihnachten ohne dich ist ein zarter, schmerzhafter Übergang. Zwischen Lichterglanz und Weihnachtsliedern spürst du vielleicht vor allem die Lücke, die der Verlust hinterlassen hat. Weihnachten in Trauer zu überstehen bedeutet nicht, dass du fröhlich sein musst. Es bedeutet, dass du Wege findest, mit deiner Trauer durch diese Tage zu gehen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.

Du darfst weinen, du darfst lachen, du darfst schweigen. Du darfst alte Rituale bewahren und neue erfinden: eine Kerze, ein Brief, ein Spaziergang, ein Platz am Tisch. Du darfst dir Unterstützung holen, bei Menschen, die dir nah sind, oder bei Angeboten, die speziell für Trauernde da sind. Und du darfst dieses Weihnachten so gestalten, wie es für dich gerade möglich ist – nicht wie andere es erwarten.

Vielleicht bleibt dieses Fest schmerzhaft. Aber zwischen all dem Schweren können kleine Lichtpunkte auftauchen: ein liebevoller Blick, eine geteilte Erinnerung, ein Moment der Ruhe. Sie nehmen den Verlust nicht weg. Doch sie können dir zeigen, dass du weiteratmest, weiterfühlst, weiterlebst – mit deiner Trauer, mit deiner Liebe, mit der Erinnerung an den Menschen, der dir fehlt.

Häufige Fragen

Wie kann ich das erste Weihnachten ohne dich oder ohne einen geliebten Menschen überhaupt überstehen?

Das erste Weihnachten ohne dich – ohne den Menschen, der fehlt – darf sich schwer und widersprüchlich anfühlen. Du musst die Feiertage nicht „gut“ meistern, es reicht, wenn du sie Schritt für Schritt überstehst.

Hilfreich kann sein:

  • vorher in Ruhe zu überlegen, welche Situationen besonders wehtun könnten (z. B. Heiligabend, Bescherung, gemeinsames Essen),
  • dir bewusst kleine Pausen und Rückzugsorte einzuplanen,
  • nur das zu tun, was sich halbwegs stimmig anfühlt, statt alle Erwartungen zu erfüllen,
  • zu akzeptieren, dass Trauer an Weihnachten in Wellen kommt – mit Tränen, aber auch mit kurzen Momenten der Erleichterung oder des Lächelns.

Du darfst dieses Weihnachten einfach „überleben“, ohne große Ansprüche an dich zu stellen.

Wie plane ich Weihnachten nach einem Verlust, wenn ich gar nicht weiß, was ich aushalte?

Wenn du nicht weißt, wie du Weihnachten nach dem Verlust planen sollst, kann eine flexible Planung helfen. Du musst dich nicht frühzeitig festlegen, sondern kannst dir Spielräume lassen.

Praktische Schritte:

  • Überlege, bei welchen Momenten du auf keinen Fall allein sein möchtest – und wo du vielleicht lieber Ruhe brauchst.
  • Sprich mit nahen Menschen offen darüber, dass dies dein erstes Weihnachten in Trauer ist und du dir vorbehältst, spontan umzuplanen.
  • Vereinbare einen „Plan B“: die Möglichkeit, früher zu gehen, später dazuzukommen oder dich zwischendurch zurückzuziehen.
  • Notiere dir ein paar kleine Dinge, die dir gut tun könnten (Spaziergang, Musik, warmes Bad) und nutze sie, wenn alles zu viel wird.

So behältst du ein Stück Selbstbestimmung, auch wenn sich deine Gefühle schnell ändern.

Welche Rituale können beim ersten Weihnachten ohne Papa, Mama, Partner oder Opa gut tun?

Rituale für das erste Weihnachten ohne geliebten Menschen können helfen, Trauer und Gedenken einen Platz zu geben, ohne das ganze Fest zu überfordern. Du kannst Bewährtes beibehalten und Neues hinzufügen.

Mögliche Rituale:

  • Trauerkerze anzünden Weihnachten: Eine besondere Kerze mit Name oder Symbol der verstorbenen Person, die an Heiligabend oder an den Feiertagen brennt.
  • Ein Platz am Tisch: Einen Teller, ein Foto oder einen Gegenstand (z. B. Schal, Buch) an den Tisch stellen, um das Gedenken sichtbar zu machen.
  • Erinnerungen teilen: Gemeinsam Geschichten erzählen, Fotos anschauen oder ein Lieblingslied der Person hören.
  • Ein Zweig oder Blumen am Grab: Einen Christbaumzweig oder eine kleine Dekoration ans Grab bringen oder an einen anderen Ort des Abschieds legen.
  • Spaziergang der Erinnerung: Einen festen Spaziergang einführen, bei dem du innerlich mit der Person sprichst oder einfach in Ruhe an sie denkst.

Du kannst diese Rituale anpassen – wichtig ist, dass sie sich für dich stimmig anfühlen.

Wie gehe ich mit Trauer und Einsamkeit an Weihnachten um, wenn ich mich besonders allein fühle?

Weihnachten allein nach dem Tod eines geliebten Menschen kann sich sehr leer anfühlen. Einsamkeit und Trauer zu Weihnachten sind häufig – du bist damit nicht allein, auch wenn es sich so anfühlt.

Mögliche Entlastungen:

  • Überlege, ob du eine Einladung annimmst oder selbst jemanden zu einem kurzen Besuch, Spaziergang oder Kaffee einlädst.
  • Nutze Telefon, Videoanrufe oder Nachrichten, um dich mit vertrauten Menschen zu verbinden – auch kurze Kontakte können tragen.
  • Informiere dich über Trauergruppen, kirchliche Angebote oder telefonische/online-Hotlines, die gerade an den Feiertagen erreichbar sind.
  • Gestalte den Tag bewusst: feste Zeiten für Essen, Bewegung, Ruhe, vielleicht ein kleines Gedenken an Verstorbene zu Weihnachten.

Tipps gegen Einsamkeit an Weihnachten in Trauer bedeuten nicht, dass der Schmerz verschwindet – aber sie können verhindern, dass du völlig isoliert bleibst.

Wie kann ich mit Kindern das erste Weihnachten ohne ihn oder ohne sie gestalten?

Wenn Kinder betroffen sind, etwa beim ersten Weihnachten ohne Papa, ohne Mama oder ohne Opa, hilft eine Mischung aus Ehrlichkeit, einfachen Worten und gemeinsamen Entscheidungen.

Hilfreich kann sein:

  • offen zu sagen, dass dieses Weihnachten anders ist, weil der geliebte Mensch gestorben ist,
  • Gefühle zu benennen: „Ich bin traurig, weil ich ihn/sie vermisse. Es ist okay, wenn du traurig bist – und auch, wenn du spielen möchtest.“
  • die Kinder zu fragen, welche Traditionen sie beibehalten möchten und was sie dieses Jahr lieber weglassen wollen,
  • gemeinsam Gedenkideen für Weihnachten ohne Mama, Papa oder einen anderen wichtigen Menschen zu entwickeln, z. B. eine Kerze anzünden, einen Brief malen oder schreiben, ein Foto aufstellen.

So erleben Kinder: Weihnachten in Trauer darf bunt sein – mit Tränen, Spiel und Erinnerung nebeneinander.

Darf ich an Weihnachten lachen und feiern, obwohl ich trauere?

Auch wenn du traurig an Weihnachten ohne geliebten Menschen bist, darfst du lachen, lächeln oder kurze Momente genießen. Trauer und Freude schließen sich nicht aus.

Wichtig zu wissen:

  • Ein Lächeln bedeutet nicht, dass du weniger liebst oder den Verstorbenen vergisst.
  • Trauer an Heiligabend zu bewältigen heißt nicht, rund um die Uhr traurig zu sein – Gefühle dürfen wechseln.
  • Du verrätst niemanden, wenn du zwischendurch Leichtigkeit spürst; sie kann sogar Kraft geben, mit dem Verlust weiterzuleben.

Du darfst Weihnachten ohne dich – ohne den Menschen, der fehlt – so erleben, wie es sich zeigt: mit Dunkelheit und kleinen Lichtmomenten nebeneinander.

Brauchst du gerade Unterstützung?

Wenn du über Suizid nachdenkst oder dich in einer akuten Krise befindest, kannst du dich anonym und kostenlos an die TelefonSeelsorge wenden. Du erreichst sie rund um die Uhr unter der Nummer 0800 – 111 0 111 oder online unter www.telefonseelsorge.de. Zögere nicht, dir Hilfe zu holen – du bist nicht allein.

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